Vorres-Museum, Athen

Eine immersive Beleuchtung zwischen Licht, Kunst und Landschaft

Jahr2026
OrtDiadochou Konstantinou 1, Peania, Griechenland
AnwendungLandschaft, Brunnen und Schwimmbecken, Museen und Ausstellungen

Im Herzen von Paiania, vor den Toren Athens, beherbergt das Vorres Museum ein einzigartiges Kulturerbe, in dem zeitgenössische Kunst, griechische Tradition und Natur in perfekter Harmonie miteinander verschmelzen. Skulpturen, Kunstinstallationen, Innenhöfe und mediterrane Gärten wechseln sich auf einem immersiven Rundgang unter freiem Himmel ab, der die Besucher dazu einlädt, das Museum weit über seine Ausstellungsräume hinaus zu erleben.

Vor dieser Kulisse hat HUB Lighting & Innovation by Kafkas in Zusammenarbeit mit L&L Luce&Light einen Themenabend rund um die Beziehung zwischen Licht, Kunst und Landschaft veranstaltet. Begrüßt wurde das Fachpublikum aus den Bereichen Architektur, Licht- und Landschaftsdesign mit Vorträgen unter der Moderation von Christina Moudara: dem Interview In-Between Light and Landscape mit Thanos Danilof und Dr. Antonis Skordilis sowie der Präsentation Where Light Crafts Landscapes von Lucia Perenzin von L&L: The Role of Light in Shaping Outdoor Environments, die der Rolle des Lichts bei der Gestaltung von Außenräumen gewidmet waren.

Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch das Museum selbst, das sich in einen Erlebnispfad verwandelte, auf dem das Licht die Besucher durch verschiedene Szenarien führte: von der Inszenierung der Kunstwerke über in das Grün integrierte Lichtelemente bis hin zu interaktiven Installationen, kreiert durch die Farb- und Formprojektionen zahlreicher maßgeschneiderter Gobos.

 

Licht als Medium der Interpretation

Schon im Eingangsbereich übernimmt das Licht die Rolle des narrativen Elements. Drei Ginko 4.5-Strahler mit Light Shaper empfingen die Gäste, indem sie das Emblem des Vorres-Museums punktgenau in Szene setzten und über zwei individuelle Gobos die Logos von HUB Lighting & Innovation by Kafkas und L&L Luce&Light projizierten.

Beim Betreten des Museumshofs wurden die zeitgenössischen Skulpturen erst zu Musen und dann zu Modellen für die Inszenierung verschiedener Lichteffekte. Jede Installation experimentierte mit einem anderen lichttechnischen Ansatz und zeigte, wie die Steuerung von Intensität, Richtung und Lichtverteilung die Wahrnehmung des Werks grundlegend verändern kann.

Durch die Kombination von Linearprofilen und Strahlern gewannen die Werke an Tiefe und szenischer Präsenz. Ausgewogene Kontraste, kontrollierte Schatten und gezielte Lichtakzente schärften die Wahrnehmung der Werke, führten den Blick des Besuchers zwischen Oberflächen und Volumen und offenbarten deren Formen, Materialien und Details.

Die erste Installation, umgesetzt mit einer Kombination aus Ginko 3.5 Light Shaper- und Reiko 3.0-Strahlern mit Schatteneffekt-Filter, machte das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit durch verschiedene Intensitäten erlebbar und hob die Dreidimensionalität hervor.

Auf einer mikroperforierten Kugel hingegen verwandelten die aus verschiedenen Richtungen strahlenden Ginko 3.5 Light Shaper die Skulptur in ein projizierendes Element, das stimmungsvolle Licht- und Schatteneffekte auf die dahinterliegenden Wände zauberte.

Im Zentrum des Innenhofs bot eine gen Himmel gestreckte menschliche Figur das perfekte Anschauungsobjekt, um die Wirkung von Akzent-, Frontal- und Gegenlicht miteinander zu vergleichen. Erzeugt durch Reiko 2.0-Strahler mit Blendring, verdeutlichte diese Inszenierung, wie stark der Lichtaustrittspunkt die plastische Wahrnehmung des Kunstwerks beeinflusst.

Im weiteren Verlauf wurde eine große Handskulptur zum Studienobjekt für die Farbkomposition – dank dreier Ginko 4.5 Light Shaper, die über rote, grüne und weiße Gobos ein Blättermuster projizierten. Die scharfen Projektionen der drei Lichtbündel überlagerten sich auf der Oberfläche des Kunstwerks, wodurch sich die Farben mischten und die Schatten in einem kontinuierlichen Spiel der Kontraste auflösten.

Kurz darauf bot eine durchbrochene terrakottafarbene Scheibe die Gelegenheit, das Potenzial von Tunable White zu erkunden.  Zwei Linearprofile Neva Pro 5.0 – das eine frontal mit breiter linearer Optik, das andere mit enger Optik für Streiflicht auf der Rückwand – wechselten zwischen warmen und kalten Farbtemperaturen, wodurch sich die Wahrnehmung des Kunstwerks veränderte und dessen Textur, Einschnitte und Tiefe hervorgehoben wurden.

Der Rundgang schloss mit einem Knotengeflecht, das von zwei Ginko 2.4-Strahlern mit Zoomoptik beleuchtet wurde. Diese zeigten, wie sich die Regulierung der Lichtkegelbreite auf die Intensität auswirkt und es ermöglicht, Details hervorzuheben, ohne über die Konturen des Objekts hinauszufließen.

Als stimmungsvolle Kulisse für den Ausstellungsbereich diente ein großes Wasserbecken, das von innen heraus durch die linearen Unterwasserprofile Trevi 2.6 RGBW mit elliptischer Optik beleuchtet wurde, die abwechselnd Nuancen von Himmelblau bis Türkis wiedergaben. Diese Farbtöne griffen auch die Rahmen der großen Fensterfronten im Hintergrund auf: Illuminiert durch Lyss RGBW-Strahler mit 8°×160°-Optik, entstand so ein durchgängiges immersives Lichtszenario.

 

Die Landschaft als Ort der Begegnung

In den Gartenanlagen des Vorres-Museums erhielt die Beleuchtung eine differenzierte, weichere und interaktivere Funktion. Hier fungierte das Licht nicht als punktueller Akzent, sondern als Instrument zur Schaffung von Kommunikationsräumen. So animierte es die Gäste zum Verweilen sowie zum Dialog und machte die Landschaft auch nach Einbruch der Dunkelheit erlebbar.

Rund um den großen zentrale Baum verwandelten die im Pflanzkübel am Stamm installierten Leuchten DoReMi und die in den Ästen abgehängten DoReMi S den Raum in einen natürlichen Treffpunkt. Das Licht umhüllte die Vegetation aus verschiedenen Richtungen und schuf eine stimmungsvolle Komposition, die die Gäste dazu einlud, innezuhalten, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Event gemeinsam zu erleben.

Zwischen den Sitzgelegenheiten und Tischen des Innenhofs hoben sich drei Steinstelen sanft aus dem Halbdunkel ab: Frontal wurden sie von den diffus strahlenden Profilen Trevi 1.1 illuminiert, während ihre zentrale Aussparung durch auf der Rückseite platzierte Lyss Mini 1.0 wirkungsvoll betont wurde.
Aus den Ästen der See-Kiefer hob ein mit speziellen Riemen befestigtes Paar Ginko 3.0 mit 2°-Optik die weißen Steinornamente an der gegenüberliegenden Wand hervor. 

Längs der Parkpfade setzten die Strahler Pivot B 1.9 und Pivot B 2.9 aus Messing mediterrane Sträucher und Promenaden mit punktuellen Lichtakzenten in Szene. Parallel dazu leiteten die neuen Pollerleuchten Maris B aus Edelstahl die Besucher sicher am Teichufer entlang.

Abgerundet wurde die nächtliche Landschaft durch die schwenkbaren Einbauleuchten Quilatero 3.4. Deren elliptische Optik erzeugte ein sanftes Streiflicht auf den weißen, strukturierten Wänden im Hintergrund und brachte deren körnige, unregelmäßige Textur zum Vorschein.

 

Wenn Licht zum Vergnügen wird

Im weiteren Verlauf des Weges führte ein von den Intono B-Pollerleuchten in 2200K erhellter Pfad die Besucher zu einer Wand, hinter der sich ein Durchgang zu verbergen schien. Hier projizierte ein Ginko 4.5 Light Shaper-Strahler ein großes Lichtlabyrinth, in dessen Zentrum sich eine Tür öffnete – so wandelte sich eine einfache Wandfläche zu einem visuellen Erlebnis, das zur Entdeckung des ‚geheimen Gartens‘ aufforderte.

Nach dem Überschreiten der Schwelle führte der Weg zum Playing Yard – einem Bereich, in dem das Licht erneut eine ganz andere Sprache sprach. Diente es anfangs noch der Akzentuierung der Architektur und später der Landschaft, wurde es nun zu einem partizipativen Element mit direkter Publikumswirkung und verwandelte den Besuch in ein interaktives Erlebnis aus Entdeckung, Spiel und Dialog.

Mithilfe mehrerer Ginko 4.5-Strahler, ausgestattet mit Light Shaper und maßgeschneiderten Gobos, erwachte der Boden durch interaktive Projektionen zum Leben: Farbige Dreiecke, ein Hüpfkästchenspiel, ein Schachbrett und kreisförmige Kompositionen animierten die Besucher dazu, sich zu bewegen, zu spielen und selbst Teil der Installation zu werden. Das Licht wurde also nicht mehr nur betrachtet, sondern aktiv erlebt, wodurch sich jede Bewegung in eine Interaktion mit dem Raum verwandelte.

Zur Abrundung der Kulisse ließen die diffus strahlenden Profile Trevi 1.1, eingebettet zwischen Wasserpflanzen und an den Beckenwänden lehnenden Baumstämmen, neue Details der Landschaft hervortreten. Im Schilf setzte der leistungsstarke Strahler Oliver 2.3 RGBW eine überraschende Farbnote im Lichtkonzept und begleitete die Besucher mit farbigen Akzenten, die den Raum dynamisch und lebendig gestalteten.