Saudi-Arabischer Pavillon, Expo Osaka 2025

Ein immersives Projekt von Foster + Partners, bei dem Licht Szenarien erschafft und das Erlebnis bestimmt

Jahr2025
OrtOsaka
AnwendungWege und Treppen, Landschaft
ProjektFoster + Partners

In Osaka, auf der künstlichen Insel Yumeshima, präsentiert sich der von Foster + Partners entworfene Pavillon Saudi-Arabiens anlässlich der Expo 2025 als ein immersives architektonisches System, in dem sich Raum, Landschaft und Wahrnehmung nahtlos miteinander verflechten.

Inspiriert von traditionellen saudischen Dörfern entfaltet sich das Projekt als eine Abfolge von engen Gassen, Innenhöfen sowie schattigen Plätzen und führt den Besucher durch ein vielschichtiges Erlebnis, das alle Sinne anspricht. Im Zentrum wird der Saudi Courtyard zum dynamischen Herzstück: tagsüber ein Ort der Entspannung und abends Schauplatz für Veranstaltungen und Events.

In diesem Zusammenhang spielt das Licht eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der nächtlichen Kulisse. Das Lichtkonzept, das in enger Abstimmung mit dem Ansatz des Londoner Architekturbüros Foster + Partners entwickelt wurde, trägt dazu bei, die Übersichtlichkeit der Räume zu gewährleisten, die Wege zu begleiten und den Dialog zwischen Architektur und Vegetation zu verstärken.

Die Außenbeleuchtung fügt sich diskret in die Umgebung ein, wobei der Lichtstrom präzise gesteuert und besonderes Augenmerk auf den Sehkomfort gelegt wird. Das Licht drängt sich nicht auf, sondern schafft Hierarchien, sorgt für Orientierung und setzt in Szene.

 

Das Projekt sieht eine klare Lichthierarchie vor: stärkere Akzente auf vertikalen Elementen wie Baumstämmen und -kronen sowie sanftere Beleuchtung im Unterholz und entlang der Wege, um eine gute Orientierung zu ermöglichen, ohne zu blenden.

Die im Garten an den Blumenkübeln angebrachten Strahler Ginko 1.0 und 3.0 in der Oberflächenausführung Anthrazit heben Pflanzen und Sträucher mit gezielten Lichtstrahlen hervor. Durch den Einsatz von eng strahlenden und elliptischen Optiken in Kombination mit dem asymmetrischen Blendring lässt sich das Licht punktgenau lenken, Streuverluste werden vermieden und die Texturen der Vegetation betont.

Die an den Palmenstämmen montierten Ginko 2.0-Strahler in Mineralgrün fügen sich mit ihrem unauffälligen Erscheinungsbild harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Die 47°-Optik ermöglicht in Verbindung mit dem asymmetrischen Blendring eine kontrollierte Ausrichtung des Lichtstrahls auf Stamm und Krone, während das Wabenraster zur Abschirmung der Lichtquelle beiträgt und hohen visuellen Komfort gewährleistet.

Entlang der Korridore strahlen die Einbauleuchten Litus 5.6 die Pflanzen von unten an und begleiten die Besucher mit einem sanften, kontrollierten Licht. Auch in diesem Fall schränkt die Ergänzung des Wabenrasters den direkten Blick auf die Lichtquelle ein und macht die Wahrnehmung des Lichts längs der Wege gleichmäßiger und angenehmer.

Das Ergebnis ist eine Beleuchtung im Einklang mit dem architektonischen Konzept: Das Licht bringt die Vegetation zur Geltung, definiert den Raum und begleitet das Erlebnis, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und schafft so eine ausgewogene und funktionale nächtliche Atmosphäre.