Privathaushalt

„Wir befinden uns im Speckgürtel im Mailänder Süden. Eine Einzimmerwohnung mit Terrasse im ersten Stock und eine Dreizimmer-Wohnung in Nordlage mit Fenstern nach Süden und Blick auf 20er-Jahre Architektursünden im Erdgeschoss. Der Auftraggeber entscheidet, die beiden Wohneinheiten durch den Bau einer internen Treppe miteinander zu verbinden. Zur Umstrukturierung der Räumlichkeiten setzt der Entwurf nicht beim Grundriss, sondern beim Volumen an. Doch bald ist klar: Damit dieser Ansatz in die Tat umgesetzt werden kann, ist eine vertikale Zwischenebene nötig, um die Gesamthöhe von fünf Metern zu unterteilen. Gesagt, getan: Auf einer Höhe von 2,20 Metern wird eine Eisengangway eingezogen. Zusammen mit der Treppe bildet sie die Symmetrie-, Dreh- und Laufachse, die einen Bezugspunkt für die gesamte Wohnung darstellt. Der Grundriss und der Querschnitt laufen von diesen beiden zentralen Verdichtungspunkten aus in der Mitte eng zusammen und gleichen in ihrer Form den italienischen Schmetterlingsnudeln.

Raum, Volumen und Funktionen verschmelzen sanft miteinander, lassen Raum für Luft und Licht und öffnen den Blick. Die wenigen vertikalen Unterteilungs-Elemente sind konsequenterweise aus Glas und werden von großen Vorhängen abgemildert, die man für mehr Privatsphäre einfach zuziehen kann. Der Auftraggeber, ein junger Geschäftsmann aus dem Telekommunikationssektor, ist sich mit Hilfe des Architekten bewusst geworden, dass er nicht zwei übereinander liegende Grundrisse besitzt, sondern einen großen Raum, den er in alle Richtungen nutzen und bewohnen kann. Und wenn sich gegen 11 Uhr vormittags ein Sonnenstrahl seinen Weg über die Treppe und durch das Lochblech hindurch auf den Boden im Erdgeschoss bahnt, ist er glücklich.”

DVDV Studio Architetti

 

Die neue Eisenstruktur, die als vertikale Verbindung zwischen dem Erdgeschoss und dem ersten Stock konzipiert wurde, schafft auch eine Verbindung zwischen Wohnzimmer und Küche und fungiert im Übergangsbereich zwischen den beiden Räumen als Zwischenboden. Sieben in die Struktur eingebaute Leuchten der Serie Trevi 1.0 (3000K, diffuse Optik, 613 mm) beleuchten den darunter liegenden Zwischenbereich: Hier wurden eigentlich für den Außen- und Unterwasserbereich vorgesehene Linearprofile auf unkonventionelle Art und Weise eingesetzt, weil ihre minimalistische Form und die formvollendeten Edelstahl-Kopfstücke stilistisch besonders gut zur Zwischendecke mit ihrem ausgeprägten Industriecharme passen.

Die gleiche Leuchte Trevi kommt in einer Länge von 1208 mm auf ebenso unkonventionelle Art in der Küchenwand zum Einsatz. Sie wurde diagonal auf die Fläche montiert und nimmt so die Linienführung der Treppe im ersten Stock und der Streben der Eisenstruktur wieder auf. Damit ist die Leuchte nicht einfach ein Beleuchtungselement, sondern wird als Wandleuchte Teil der minimalistischen und von Industrieflair geprägten Inneneinrichtung.

Im Durchgangsbereich sorgen sechs Einbauleuchten der Serie Simply 1.0 in Oberflächenausführung Perlchrom mit diffusem Licht für eine punktuelle Beleuchtung der Betonwand von unten. Im Bad wurde am Spiegel die Wandleuchte Ella IN mit diffusem Licht und in weißer Oberflächenausführung angebracht, die mit ihrem minimalistischen Design und den geometrischen Formen perfekt zur Inneneinrichtung passt, während der Duschbereich von der Einbauleuchte Beam 1.0 in Edelstahlversion in angenehmes RGB-Licht getaucht wird.

OrtMailand, Italien
ProjektDVDV Studio Architetti
Light planningDVDV Studio Architetti